Leichtmetall

Darum sollten wir lieber nicht aus Alu-Schalen essen

Deutsches Bundesinstituts für Risikobewertung empfiehlt "empfindlichen Gruppen" Zurückhaltung

Fertiggerichte aus Aluminiumschalen können nach einer Untersuchung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hohe Alu-Gehalte aufweisen. Besonders beim Warmhalten unbeschichteter Menüschalen gehe das Leichtmetall auf saure Lebensmittel über, teilte das BfR am Dienstag mit. Gängig sei die Verwendung in der Gemeinschaftsverpflegung in Kindergärten, Altersheimen, Schulen und Kantinen.

Vermeidbares Risiko

Es wurden zwar nur vier Schalen getestet, die Ergebnisse ließen sich aber verallgemeinern, da das Phänomen materialspezifisch sei, so das BfR. Weitere Messungen sollen folgen. Institutspräsident Andreas Hensel erklärte, dass angesichts der ohnehin vorhandenen Belastung mit Aluminium in der Bevölkerung "eine Minimierung jedes vermeidbaren, zusätzlichen Eintrags angestrebt werden" sollte. Das gelte insbesondere für empfindliche Gruppen wie Kleinkinder und Senioren, die womöglich täglich Speisen aus warmgehaltenen Alu-Schalen zu sich nähmen, so Hensel weiter.

Gesunde Menschen scheiden Aluminium mit dem Urin aus. Das Leichtmetall kann sich aber im Laufe des Lebens in Lunge und Skelettsystem anreichern.

Jause

Das Brot für die Pause können Sie in ein Papiersackerl legen oder Sie benutzen eine Jausenbox.

Töpfe

Kochen Sie statt mit Aluminiumtöpfen mit Edelstahl-, Keramik- oder Glasgeschirr.

Grillen

Vermeiden Sie beim Grillen Alutassen und benutzen Sie stattdessen Edelstahltassen. Vor allem bei mariniertem Fleisch lösen sich vermehrt Aluminiumionen.

Speisen abdecken

Wenn Sie Speisen im Kühlschrank aufbewahren, dann vermeiden Sie es, die Schüsseln mit Alufolie abzudecken. Decken Sie die Speisen mit einem Teller zu oder füllen Sie diese in Schüsseln mit einem Deckel.

Lebensmittel frisch halten

Packen Sie bereits aufgeschnittenes Gemüse nicht in Alufolie. Legen Sie dieses mit der Schnittfläche auf einen Teller, weil es so länger frisch bleibt. Bewahren Sie Wurst und Käse in einem Behälter auf.

Aluminiumbehälter

Vermeiden Sie Speisen und Getränke in Aluminiumbehältern, wie Dosen oder Tuben. Bei einem Becher mit Aluminiumdeckel besteht kein Risiko. Dieser ist so beschichtet, dass das Aluminium mit dem Inhalt nicht in Berührung kommt.

Offene Konservendosen

Die meisten Konservendosen sind innen mit einem weißen Lack beschichtet. Aber es gibt auch unbeschichtete Dosen. Wenn diese für einige Zeit geöffnet sind, kommen sie in Kontakt mit Sauerstoff. Dadurch wird das Aluminium gelöst und es gelangt in das Nahrungsmittel. Füllen Sie daher den Inhalt der geöffneten Dosen zur Aufbewahrung im Kühlschrank in einen anderen Behälter.

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