Modern Cooking

Thomas Anders: Seine besten Rezepte

Für sein erstes Kochbuch wechselt Sänger und Songschreiber Thomas Anders vom Ton- ins Kochstudio.

Der passionierte Hobbykoch verrät darin unkomplizierte Gerichte, die ein sinnliches Vergnügen versprechen.  „Der große Luxus in meinem Leben ist, das tun zu können, was mir Spaß macht. Dies ist – neben der Musik – vor allem das Kochen. Und diese Freude, die ich dabei empfinde, möchte ich mit Ihnen teilen“, erzählt Thomas Anders über sein Buchprojekt.

Hier ein Vorgeschmack!

Rucola-Karotten- Orangen-Salat
© Peter Schulte / Tre Torri Verlag
Für 4 Personen
 
Zutaten 
1 Bund Rucola
2 Karotten
2 Orangen
1 rote Zwiebel
1 walnussgroßes Stück Ingwer
2 Limetten
5 EL Olivenöl
3 EL flüssiger Honig
Salz, Pfeffer
1 EL geröstete
Sonnenblumenkerne
8 Scheiben Serranoschinken
 
Zubereitung  
1. Für diese Salatvariation putze und wasche ich erst einmal den Rucola und schleudere diesen anschließend gut, damit das Dressing nicht verwässert wird. Sehr lange Blätter halbiere ich, weil sie sich so besser verspeisen lassen und man sich nicht mit Salatsauce bekleckert (alles schon passiert …). Die geputzten und gewaschenen Karotten schäle ich (wenn es ganz junge sind, bürste ich sie auch nur) und hobele sie anschließend in dünne Scheiben. Dann schäle ich die Orangen samt der weißen Haut und trenne die Filets heraus. Nun noch die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden oder hobeln und den geschälten Ingwer in kleine Würfel schneiden. Zum Schluss presse ich die Limetten aus. Bekomme ich keine Limetten, nehme ich Zitronen, das verändert allerdings den Geschmack des Dressings etwas mehr ins Saure, sodass ich gegebenenfalls noch ein bisschen mehr Honig hinzufüge.
2. Ich vermische in einer Schüssel Rucola, Karottenscheiben, Orangenfilets sowie Zwiebelringe und bereite das Dressing zu. Hierfür verrühre ich Limettensaft, Olivenöl, Honig, Ingwer und schmecke es mit Salz und Pfeffer ab. Das Dressing vermenge ich mit dem Salat und verteile ihn dekorativ auf Teller. Das Ganze bestreue ich mit den gerösteten Sonnenblumenkernen und richte je zwei Scheiben Serranoschinken dazu an.
Seeteufel mit Papaya-Salsa

© Peter Schulte / Tre Torri Verlag

4 Portionen

Zutaten 
Papaya-Salsa:
1 rote Chilischote, 4 cm Ingwer
400 g Papayafruchtfleisch
2 Frühlingszwiebeln
100 g geröstete Cashewkerne
2 unbehandelte Limetten
2 EL helles Sesamöl, 2 EL Olivenöl
2 EL helle Sojasauce
1 TL Garam Masala
Salz, Pfeffer, Zucker
Seeteufel-Medaillons:
500 g Seeteufelrücken, 2 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian, 1 Zweig Rosmarin
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
 
Zubereitung  
1. Ingwer, Chili und Garam Masala sorgen für ein bisschen Schärfe in der Salsa; für mich dürfen auch gern ein paar Kerne von der Chilischote dabei sein – ich liebe es „heiß“! Die geputzte Chilischote halbiere ich längs, entkerne sie für alle die, die es nicht so pikant mögen, und schneide sie anschließend in feine Streifen. Den Ingwer schäle ich zuerst, bevor ich ihn in kleine Würfel schneide. Das Fruchtfleisch der Papaya würfele ich sehr klein. Die geputzten und gewaschenen Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnitten, die Cashewkerne gehackt.
2. Von den Limetten benötige ich sowohl Abrieb als auch Saft. Also heiß abwaschen, gut abtrocknen und die Schale abreiben, dann den Saft auspressen. Diesen verrühre ich mit dem Sesam- und Olivenöl sowie der Sojasauce, füge Garam Masala und Limettenschale hinzu ebenso die vorbereiteten Zutaten. Ordentlich vermischen und mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Zucker abschmecken.
3. Wenn ich den Seeteufel gewaschen und trocken getupft habe, schneide ich ihn in ungefähr 4 cm dicke Medaillons. Das Olivenöl erhitze ich in einer Pfanne und brate die gewaschenen Kräuterzweige sowie den geschälten und leicht angedrückten Knoblauch kurz darin an. Dann lege ich die Seeteufel-Medaillons dazu und brate sie unter mehrmaligem Wenden etwa 8 bis 10 Minuten. Anschließend noch mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit der Papaya-Salsa auf Teller anrichten. Frisches Baguette oder aber Basmatireis passen gut dazu, ansonsten braucht es keine weiteren Beilagen, wie ich finde.

 

Erdbeerbiskuit
Für 12 Kuchenstücke
© Peter Schulte für Tre Torri
 
Zutaten 
Biskuitmasse:
150 g Zucker, 40 g flüssige Butter
6 Eier, 160 g Weizenmehl
Belag:
500 g Erdbeeren
2 EL Erdbeer- oder
Waldfruchtmarmelade
1 Päckchen Tortenguss
25 g gehackte Pistazien
 
Zubereitung  
1. Um den Kuchen zu backen, heize ich zunächst den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor und lege den Boden einer Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier aus (das haftet besser, wenn ich es mit ein bisschen Butter „anklebe“).
2. Nun ist der Biskuitteig an der Reihe: Die Eier in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben und auf höchster Stufe etwa 1 Minute schaumig schlagen, den Zucker unter Rühren einrieseln lassen und die Masse weitere 2 Minuten schlagen. Anschließend die Butter unterrühren. Das Mehl – ich siebe es vorher – nur kurz auf geringer Stufe unterrühren, damit der Teig schön luftig bleibt. Dann die Biskuitmasse in die vorbereitete Springform füllen und im Backofen auf dem Rost im unteren Drittel ca. 30 Minuten backen.
3. In der Zwischenzeit kann ich die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren.
4. Ist der Boden fertig gebacken, stürze ich ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter und lasse ihn erst einmal auskühlen. Sollte er etwas „uneben“ geraten sein, schneide ich ihn gerade und bestreiche ihn mit der Konfitüre (das geht auch mit Schoko lade, siehe Tipp). Jetzt kommen die halbierten Erdbeeren darauf und anschließend der Tortenguss (wie der zubereitet wird, steht auf der Packungsangabe – ich nehme meistens solchen aus dem Bioladen, weil der ohne künstliche Zusatzstoffe ist). Noch etwas Guss auf dem Kuchenrand verstreichen und mit den gehackten Pistazien dekorieren. Fertig!
 
Tipp. Mein erstes „Küchenexperiment“ als 12-Jähriger war ein Erdbeerkuchen mit Biskuitteig. Statt Erdbeeren kann man natürlich auch Himbeeren, Brombeeren oder Blaubeeren nehmen. Anstelle der Konfitüre hilft auch, den Boden mit flüssiger Schokolade zu bestreichen – ich mag zartbitter! –, damit er nicht durchweicht.

 

© Tre Torri

Rund 80 Rezepte von Musiker (u. a. „Modern Talking“) und Entertainer Thomas Anders – regionale Allroundküche mit mediterranem Einfluss. Tre Torri, 208 Seiten um 25,70 Euro.

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