Arbeiterkammer OÖ

Hummus-Test: Oft mehr drin als im Original

Fünf von 19 Proben ohne Zusatzstoffe.

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich haben Hummus, die beliebte Kichererbsenpaste aus dem Orient, unter die Lupe genommen. Sie testeten 19 Produkte aus den Supermärkten auf ihre Inhaltsstoffe und fanden heraus, dass oft viel mehr drinnen ist als Kichererbsen, Knoblauch, Zitrone, Sesampaste und Gewürze wie im Originalrezept.

Die Tester kauften ausschließlich klassischen Hummus ohne zusätzliche Geschmacksrichtung, berichtete die AK in einer Presseaussendung am Mittwoch. Die Preise lagen bei 70 Cent bis 1,66 Euro pro 100 Gramm. Die Konsumentenschützer stellten die Zutaten und Nährwerte dem - nicht geschützten - Originalrezept gegenüber. Am besten schnitten der Bio-Hummus von ja! Natürlich, der keine Konservierungs- und Zusatzstoffe enthielt, der Yummie Dip Hummus Klassisch von Hofer mit dem höchsten (79 Prozent) Kichererbsenanteil und der Hummus von Spar Veggie by Neni mit dem geringsten Fettanteil und ausschließlich Olivenöl ab.

Olivenöl oft ersetzt

Kichererbsen sind grundsätzlich der Hauptbestandteil der Paste, ihr Anteil reichte bei den Proben von 37 bis 79 Prozent. Auch beim Öl wird variiert. Kommt beim Original nur Olivenöl drüber, waren in fünf Artikeln Sonnenblumen- oder Rapsöl beigemischt, bei 13 Herstellern kommen ausschließlich diese Sorten oder Sojaöl vor. Fünf der getesteten Kichererbsen-Aufstriche kamen ohne Zusatzstoffe aus, in 14 waren Konservierungsstoffe, Säuerungs- und/oder Verdickungsmittel. Diverse Zutaten wie Maisstärke, Sojabohnen, Aroma, Nährhefe, Zucker oder Essig fanden sich in zwölf Produkten.

Enthält Hummus gewöhnlich mäßig viel Fett, dafür aber viele Ballaststoffe, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, war mehr als die Hälfte der gekauften Proben mit einem Anteil von 18 bis 31 Prozent eher fettig. Kalorienmäßig schlagen die Pasten von 186 bis 350 pro 100 Gramm zu Buche, der Salzgehalt lag durchgehend im mittleren Feld.

Hummus lieber selbst zubereiten

Die AK empfiehlt, die Kichererbsen-Sesampaste selbst zu machen, und verrät dafür folgendes Rezept: Gekochte Kichererbsen mit Knoblauch und Zitronensaft zu einem Mus pürieren. Sesampaste (Tahin) untermischen und die Konsistenz gegebenenfalls mit Wasser regulieren. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken, mit Olivenöl beträufeln und mit grob gezupfter Petersilie, Paprikapulver und eventuell Chiliflocken garnieren.

Vollständiges Testergebnis unter http://ooe.arbeiterkammer.at/konsumentenschutz

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