Vorsicht!

Bärlauch nicht mit Giftpflanzen verwechseln

Achtung: Bärlauch lässt sich leicht mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln.

Es ist wieder Bärlauch-Saison! Von Anfang März bis Ende Mai findet man das beliebte Kraut an schattigen und feuchten Plätzen im Wald oder am Wegrand. Auch aus Zuchtanbau ist das Wildgemüse nur in diesen Monaten zu haben. Der intensive Knoblauchduft ist bereits aus mehreren Metern Entfernung wahrnehmbar, doch das äußere Erscheinungsbild kann täuschen. Beim Pflücken ist größte Vorsicht angesagt!

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Wichtigstes Charakteristikum des Bärlauchs: Seine Blätter treiben einzeln aus dem Boden und sind deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und einen dünnen Blattstiel gegliedert. Beim Zerreißen riecht der Saft stark nach Knoblauch. Alllerdings ist die Geruchsprobe nicht immer verlässlich. 

Giftige Pflanzen mit ähnlichem Erscheinungsbild

Die Bärlauchsaison fällt zeitgleich mit der Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) auf. Achtung - diese Pflanze ist giftig! Die Blätter sind schmal-länglich, sitzen ohne Stiel am Stängel und treiben in Büscheln aus dem Boden. Zumeist wachsen sie auf Wiesen. Schon drei bis vier Blätter der Herbstzeitlose können tödliche Folgen haben. Nach mehreren Stunden verursacht das enthaltene  Zellgift - Colchicin - erste Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen auf. Es folgen Durchfälle, Darm-, Blut- und Knochenmarkzellen werden zerstört, was nach etwa zwei Tagen zum Tod führen kann.

Verwechslungen mit Maiglöckchen (Convallaria majalis) haben meist nicht so gravierende Folgen. Lebensgefährliche Vergiftungen sind selten, dennoch ist größte Vorsicht beim Pflücken geboten. Die Pflanze wächst meist paarweise, wobei ältere die jüngeren Blätter umgreifen.Im Zweifelsfall ist es aber besser die Pflanzen beim Gemüsehändler zu kaufen.

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Vorsicht vor Tulpen!

Auch die Blätter der giftigen Garten-Tulpe (Tulipa-Hybriden), die gelegentlich verwildert, können für eine tödliche Verwechslung sorgen. Das Blumengewächs bildet, wenn es nicht zur Blüte kommt, nur ein einzelnes Blatt aus, das dem Bärlauch ähnelt. Darin befindet sich Tulipin, das eine ähnliche Wirkung wie das Colchicin der Herbstzeitlose besitzt. Schon 15 Minuten nach dem Konsum kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall kommen. Starke Vergiftungen führen schließlich zu Schock, Apathie und durch Atemstillstand im schlimmsten Fall zum Tode.

Bärlauch richtig zubereiten

Wenn Sie sich sicher sind, dass es sich bei dem gepflückten Kraut um Bärlauch handelt, steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Zum Würzen werden am besten frische Blätter verwendet. Bärlauch sollte generell nicht gekocht, sondern roh unter heiße Speisen - wie Suppen, Soßen und Gemüse - gemischt oder als Salat verwendet werden. Vor dem Essen aber die Blätter immer gut waschen. Das Kraut wird schnell welk und sollte daher möglichst noch am ­selben Tag verwendet werden.

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